Konrad Beikircher

500 Jahre falscher Glaube

Ein Abend über die Höhen und Tiefen der Konfession

1517 hat Martin Luther in Wittenberg seine Thesen angeschlagen, vermutlich ohne zu ahnen, was er da los tritt. Nun ist aus viel Wut und einem Stück Papier „ein ganzer Glauben" geworden, was unsereinem vom „normalen Glauben" mehr fuchst, als wir zugeben. Es ist Zeit, endlich mal ein offenes Wort miteinander zu wechseln, die Abtrünnigen darauf hinzuweisen, was sie an uns alles verloren haben: Das fängt bei der Beichte an und hört bei den Reliquien auf, die „der Protestant" nicht hat. Man sieht ja, wie der Protestant danach lechzt, wieder von unserer fröhlichen Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Hier kann er sündigen, wie er will, weil er ja am Samstag beichten gehen kann, hier kann er endlich wieder lachen, wie es der Katholik ständig tut, es bleibt ihm ja nix anderes, hier kann er der Mutter Kirche an der Brust liegen und einfach chillen. Also: Raus aus dem evangelischen Hamsterrad, rein in die Beschaulichkeit vom normalen Glauben. Dazu erzähle ich Ihnen, wie es gewesen wäre, wenn Luther seine Thesen im Rheinland angeschlagen hätte, ich erzähle vom rheinischen Protestanten, der ja nicht unbedingt lutherkompatibel ist, wie auch: er ist Rheinländer.

Veranstalter
Kulturhaus Osterfeld

Kooperation mit
Penn-Club 2000 e.V.

Foto
Melanie Grande