Das Kulturhaus Osterfeld ist ein Soziokulturelles Zentrum.

Soziokulturelle Zentren wie das Kulturhaus Osterfeld entstanden in der Bundesrepublik Deutschland seit Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre, konzeptionell vorbereitet von der Neuen Kulturpolitik und gesellschaftlich getragen von den Neuen Sozialen Bewegungen.

Im Kulturhaus Osterfeld findet die freie Kunst-, Kultur- und Theaterszene Spielraum. Auf dem Programm stehen in den unterschiedlichen künstlerischen bzw. kulturellen Sparten Gastspiele, Projekte, Theaterproduktionen und deren Vermittlung sowie Kurse und Workshops, die eine aktive Teilhabe an der kulturellen Bildung ermöglichen.

Das Kulturhaus Osterfeld arbeitet altersübergreifend, überwindet dabei oft die Grenzen zwischen professioneller und Laienkunst, leistet einen Beitrag zur Förderung des Nachwuchses in den verschiedenen künstlerischen Sparten und fördert mit niederschwelligen Angeboten die aktive Teilnahme breiter Bevölkerungsschichten am kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben.

„Kultur von allen – Kultur für alle“ ist von Anfang an Grundlage der Arbeit der Zentren.

Das Kulturhaus Osterfeld ist Treffpunkt für zahlreiche gesellschaftliche Gruppen und Initiativen aus Pforzheim und der Region und unterstützt im kulturellen Bereich Netzwerke durch inhaltliche Zusammenarbeit und durch gemeinsame Vermarktung von Aktivitäten.

Bundesweit zählten die Soziokulturellen Zentren im Jahr 2011 insgesamt 9,5 Mio. Besucher. Ein breit gefächerter Beschäftigungsmix prägt die Personalstruktur der Soziokulturellen Zentren im Bund mit 24.032 Akteuren. Knapp 60% entfallen auf die mit Abstand größte Gruppe der ehrenamtlich oder freiwillig Beschäftigten mit insgesamt 14.194 Akteuren.

Heute ist das Kulturhaus Osterfeld das größte Kultur- und Kommunikationszentrum der Region. Im Jahr 2012 verzeichnete es 143.831 Besucher und Nutzer bei insgesamt 4.410 Belegungen.

Das Kulturhaus Osterfeld wird von der Stadt Pforzheim, dem Land Baden-Württemberg und dem Förderverein für das Kulturhaus Osterfeld e.V. gefördert. Bei den eigen erwirtschafteten Mitteln schneidet das Kulturhaus mit 46,6% erfolgreich ab (Zentren im Bund: 41% / in Baden-Württemberg: 43,4%).